Dyson Airwrap Complete – Meine ehrliche Meinung nach 30 Tagen

Wer sich für Haare und Kosmetik interessiert und / oder diversen „Beauty-Gurus“ auf den unterschiedlichen Social Media Plattformen folgt, kam wohl um diese Neuheit nicht herum: der Dyson Airwrap. Auch ich bin dem Hype erlegen und wollte diese durchgehend ausverkaufte Innovation unbedingt testen und mir mein eigenes Bild davon machen.

Doch was ist dieser „Dyson Airwrap“ eigentlich und was ist das Außergewöhnliche daran? Der Dyson Airwrap ist ein Multifunktions-Haarstyling-Tool mit dem eigens von Dyson entwickelten „Coandă-Effekt“ und das ist auch das besondere an diesem Tool: Durch diesen Effekt wird die Luft so gesteuert, dass die Haare automatisch an den Aufsatz gezogen werden, was das ganze Haar-Styling deutlich einfacher gestaltet.

Da dieses Gerät allerdings knapp 500,00 € im Complete Set kostet, hält sich die Begeisterung bei manchen allerdings in Grenzen. Meiner Meinung nach verständlich, denn wie viele von uns können schon mal schnell 500,00 € locker machen, ohne dass es irgendwie weh tut? Ich gehöre trotz gut bezahltem Vollzeitjob nicht zu diesen Menschen und deshalb muss ich auch wirklich zu 100% von etwas überzeugt sein, damit ich so viel Geld für etwas ausgebe – unabhängig davon, ob ich jetzt dafür spare oder nicht. Dyson ist sich dessen wohl bewusst und bietet deshalb für den Dyson Airwrap ein 30-Tage Rückgaberecht an, damit man genug Zeit hat um sich von diesem kleinen Luxus-Tool überzeugen zu können. Und hier kommen wir auch zu meiner Meinung nach knapp 30 Tagen Testen.

Der Dyson Airwrap kommt in einer sehr edlen, wenn auch etwas sperrigen, Leder-Aufbewahrung in einem warmen Braunton. Darin ist eine praktische mit einer Art Samt-überzogenen Einteilung, damit auch jeder Aufsatz seinen Platz findet. Im Complete-Set sind alle erhältlichen Aufsätze enthalten. Wer sich dagegen für eines der kleineren Sets entscheidet, hat bisher leider keine Möglichkeit, diese Aufsätze einzeln nachzubestellen.

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Im Folgenden stelle ich euch die verschiedenen Aufsätze, ihre Handhabung und das die Ergebnisse an meinen Haaren vor. Kurz zu meiner Haarstruktur: Ich habe ziemlich viele, dafür – durch das ständige Nachsträhnen – feine Haare auf dem Kopf. Ich habe kaum Stufen im Schnitt und von der Länge her reichen sie mir bis kurz oberhalb der Brust. Bei so vielen Haaren ist das Abteilen zum Stylen sehr wichtig – insbesondere bei der Verwendung des Dyson Airwraps. Den besten Effekt erhält man, wenn die Haare in einem handtuchtrockenen Zustand sind.

 1. Der Föhnaufsatz

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Vorweg sei gesagt, dass ich diesen Aufsatz nur einmal kurz getestet habe, da die anderen Aufsätze die Haare ebenso trocknen. Allerdings ist dieser Aufsatz super geeignet, um die Haare – vor allem den Ansatz – etwas vorzutrocknen, wenn diese noch ziemlich nass sind. Zu beachten ist, dass die Luft aus dem grauen und nicht dem pinken Teil kommt. Es gibt 3 verschiedene Stärken des Luftstroms und 3 verschiedene Hitzestufen, die unabhängig voneinander auswählbar sind. Die Kraft ist für diesen kleinen Aufsatz ziemlich hoch und deshalb muss man auch wirklich aufpassen, dass man nicht zu lange föhnt und die Haare für das weitere Styling schon zu trocken werden. 

 2. Die Lockenaufsätze

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Im Complete-Set sind insgesamt vier Lockenaufsätze (in zwei verschiedenen Größen) enthalten. Diese sind mit Pfeilen in jeweils eine andere Richtung bedruckt, das dient dazu, dass man zum Styling der Haare nicht irgendwelche komischen Körperhaltungen einnehmen oder gar Mitglied im Turnverein sein muss, wie man das bei herkömmlichen Lockenstäben kennt. Für jede Seite nimmt man einfach einen anderen Aufsatz und kann das Gerät so immer ganz gewöhnlich halten und bedienen. Bei diesen Aufsätzen sieht man auch den besonderen „Coandă-Effekt“ am Besten, denn hier werden die einzelnen Haarsträhnen automatisch „aufgesaugt“. Die einzige anfängliche Schwierigkeit ist hier das Umdenken: Von herkömmlichen Lockenstäben sind wir es gewohnt, dass man die Haarsträhne an der Spitze hält und dann aufwickelt. Hier ist das anders: man nimmt die Strähne ca. in der Mitte zwischen die Finger und hält den Airwrap an die Haarspitzen einfach heran. Den Rest erledigt das Tool von alleine. Nach dem Trocknen drückt man die Power-Taste nach oben für einen eingebauten „Cool-Shot“, damit die Locke etwas ausgekühlt wird und sich nicht so schnell wieder aushängt. Danach den Airwrap ausschalten und von der Haarsträhne lösen. So geht man Strähne für Strähne vor.

 

 3. Die Bürstenaufsätze

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Diese beiden Aufsätze unterscheiden sich in der Festigkeit der Borsten. Der Aufsatz ohne Noppen ist für ein glatteres Ergebnis geeignet und der Aufsatz mit Noppen eher für einen smoothen Blow-Out Style. Diese beiden Aufsätze habe ich sehr gerne zum Vortrocknen genutzt, da so die Haare schon schön gebürstet werden und ich das Gefühl hatte, dass die Haare später mehr Glanz bekommen hatten. Für den glatten Look habe ich meine Haare abgeteilt und dann Strähne für Strähne durch die Bürste gezogen, bei mittlerer Hitze und kleinem Luftausstoß. Für den schönen „Wie-vom-Friseur-Blow-Out“-Look habe ich die Haare zuerst über den Kopf grob trocken gebürstet und dann auch wieder Strähne für Strähne von unten über die Bürste bei mittlerer Hitze und mittlerem Luftausstoß gezogen. Die Bürstenaufsätze sind auch wirklich leicht zu reinigen, da man die einzelnen ausgefallenen Haare einfach heraus zupfen kann oder so ein Bürsten-Reinigungstool für ein paar Euro aus der Drogerie benutzt. Die einzelnen Borsten haben sich in meiner Testphase auch nicht verbogen ode irgendetwas in der Art.

 4. Der Volumenaufsatz

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Dieser Aufsatz verwandelt den Airwrap in eine Rundbürste. Für mich ist das sehr viel wert, denn ich habe einfach jedes Mal das Gefühl, dass meine Arme abfallen, wenn ich meine Haare mit der Rundbürste versuche zu föhnen. Ziemlich unbequeme Stellungen und es dauert einfach viel zu lange bis meine Haare dann mal trocken sind. Mit dem Dyson Airwrap habe ich maximal 30 Minuten bei nassen Haaren benötigt und meine Arme sind auch noch dran 😉 Auch hier ist der „Cool-Shot“ sehr wichtig, da die Haare einfach schon optimal auskühlen und dir Frisur genauso sitzt, wie frisch nach dem Styling. Wenn man die Spitzen noch etwas definierter haben möchte, kann man einfach diese nochmal separat mit dem größeren Lockenaufsatz eindrehen.

 Mein Fazit

Nun aber zur wichtigen Frage: Ist der Dyson Airwrap wirklich 500,00 € wert? Hierzu kann ich nur sagen: das muss dann doch jeder selbst entscheiden. Für mich ist dieses Tool wirklich unabdingbar geworden, da es mir so viel Zeit erspart und ich das Gefühl habe, dass sich meine Haare viel besser anfühlen und einfach immer perfekt aussehen. Regelmäßiges Locken oder Glätten mit herkömmlichen Tools schadet einfach leider auf Dauer der Haarstruktur, da hier meist mindestens 160 °C verwendet werden (zum Vergleich: der Dyson Airwrap kommt auf 90°C) und diese hohe Temperatur direkt mit den Haaren in Berührung kommt. Die zahlreichen Komplimente für die immer super aussehenden Haare sind einfach wundervoll für die Seele, allerdings auch ein teurer Balsam. Wenn ich aber nun vergleiche, wie lange ich mein derzeitiges Glätteisen, Föhn und Lockenstab schon habe und wie teuer jedes einzelne Tool war, würde ich sagen, dass das Preis-Leistungsverhältnis vom Airwrap stimmt. Dyson bietet 2 Jahre Garantie, was allerdings in Deutschland ganz normal ist. Ich bin noch für mich selbst am Überlegen, ob ich so viel Geld für ein Styling-Tool ausgeben möchte, jedoch tendiere ich zur Zeit eher Pro Dyson, Contra Sparschwein 😉

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